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Die Dankesrede

Sollte ich einmal in den Genuss kommen, einen Preis verliehen zu bekommen, wäre das einer mit dem schmeichelhaften Namen „Miss Complicated“, „Dramaqueen“ oder „Madame Heulsuse“. Sehr wohl. Ich übertreibe nicht. Auch wenn ich sehr wohl zu Übertreibungen neige.

Mein Leben ist ein einziges Drama. Ich stehe jeden Tag vor den schlimmsten Entscheidungen. Werde jeden Tag ungerecht behandelt. Werde jeden Tag verletzt. So ist das. Glaubt man meinen Übertreibungen.

Müsste ich mich selbst mit mir unterhalten, würde ich mich zu oft unerträglich finden. Mein großes Glück: Es gibt Menschen in meinem Leben, die jeden Tag aufs Neue tapfer zu hören. Tapfer trösten. Tapfer aufmuntern. Tapfer unterstützen. Mir tapfer das Leben leichter machen.

Jeder einzelne von ihnen hätte eine Dankeskarte im Dauerabo verdient. Mindestens einmal pro Woche eine Blumenstrauß dazu. Mindestens einmal pro Monat eine verheulte Umarmung: „Was würde ich nur ohne dich machen?!“

Doch anstatt zu geben, nehme ich immer nur. Nehme ich eure Geduld, eure klugen Ratschläge, euren Einsatz für mich.

Es ist Zeit ein großes DANKE an euch in die Welt hinauszuschreien. Es festzuhalten, für alle lesbar. Ein Danke, dass euch vielleicht wenigstens etwas ermutigt, die Geduld mit mir nicht zu verlieren.

Danke, an die mir liebste Brünette in blonder Tarnung, die für mich pöbelt, wann immer ich es brauche. Die mich Erdbeerfee nennt. Die mit einem einzelnen Blick tief in mich hineinsehen und meine Seele berühren kann.

Danke, an den allseits bekannten Freund, der mit mir flirtet, wenn ich gerade Bestätigung brauche. Der es wirklich jedes Mal schafft meine Hyroglyphen zu entziffern, wenn ich mal wieder heulend an ihn schreibe. Der mich in den Arm nimmt, genau dann, wenn ich es brauche. Und der mit mir mal eben nach Paris fährt, damit ich ein Picknick an der Seine bekomme,

Danke, an meinen Lieblings-Ex-Kollegen, der mit mir jeden Morgen Kaffee trinken geht. Der sich den ganzen Tag mein Gezicke anhört und auf die Männer flucht, gerade dann, wenn ich es am meisten brauche.

Danke an meine liebe Freundin, die für mich Plätzchen backt uns sich meine Probleme anhört, obwohl es mir viel zu oft besser geht als ihr.

Danke an meinen Dad, der wirklich immer spürt, wenn ich ihn  gerade noch ein Stückchen mehr brauche, als ich es sonst schon immer tu.

Danke, an den Menschen, der sich für mich eingesetzt hat, an mich geglaubt hat und es vielleicht auch immer noch tut. Dem ich es aber leider nicht mehr sagen kann.

Und danke, an den Mann an meiner Seite, der verrückt genug ist, uns nicht aufzugeben. Der mich regelmäßig auf Wolke 7 spazieren gehen lässt. Der es vielleicht tatsächlich eines Tages schafft, aus mir einen entspannteren Menschen zu machen…

Eins ist sicher: Ausnahmsweise, neige ich gerade einmal nicht zu Übertreibungen…

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