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Archive for the ‘Sternenfängerin’ Category

Willkommen im Leben

Meine liebste Clara, heute hast du das Licht dieser Welt erblickt. Nicht ganz freiwillig wohlgemerkt, dafür aber gesund und ohne große Qualen.

Dass du einen kleinen Dickkopf hast, hast du bereits jetzt schon allen bewiesen. Gut so. Gestalte dir deine kleine Welt so, wie sie dir am besten gefällt. Ich würde auch nicht wochenlang kopfüber im Bauch herumgetragen werden wollen.

Deine Eltern haben schon mit dir geschimpft, als sie dir noch nicht einmal in dein kleines Gesicht schauen konnten. Wollten, dass du endlich einen Purzelbaum schlägst. Jetzt schlagen sie selber welche. Vor Freude. Weil du, kleiner Engel, so putzmunter in ihr Leben getreten bist.

Du musst wissen, dass die beiden zwei wunderbare Menschen sind. Es ist Zeit für einen Freudenschrei kleine Clara, denn du bist ein Wunschkind! Hast eine Mama und einen Papa, die dich über alles lieben. Es von der ersten Sekunde an getan haben, als sie erfahren haben, dass du auf dem Weg in ihr Leben bist.

Du wirst schnell herausfinden, mit welchem Blick du die zwei um den kleinen Finger wickeln kannst. Wie du kleine, salzige Tränen über deine Wange laufen lassen kannst und sie einfach nicht anders können werden, als dir jeden Wunsch zu erfüllen.

Tanzen sie dann doch einmal nicht nach deiner Pfeife, hey Clara, dann komm bei mir vorbei. Dann können wir Eis essen, bis wir platzen. Den ganzen Tag in unseren rosafarbenen Schlafanzügen herumlaufen. Über Jungs schimpfen. Uns die Nägel gegenseitig lackieren. Für dich shoppen, bis mein Konto glüht. Alles was du willst Prinzessin. Versprochen.

Willkommen im Leben kleine Clara. Und willkommen in einer Familie, die so unendlich dankbar ist, dass du jetzt zu uns gehören willst.

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Sternschnuppenregen

Seit nun schon wieder einem Monat sind Stars und Sternchen fester Bestandteil meines Lebens. Ich habe nach den Sternen gegriffen und bin in der Welt der Promis gelandet. Zumindest am Schreibtisch. Und manchmal auch ganz nah dran. Wie letzte Woche. Ein beruflicher Termin führte mich in die Stadt zurück, die auf diesem Blog zu den größten Diskussionen geführt hatte: Paris.

In die Stadt der Liebe, in der ich vor gerade einmal 5 Monaten mit meinem besten Freund war. Als ich die Magie der Stadt aufsaugte, mich mit Champagner verwöhnen ließ und doch die ganze Zeit von Liebeskummer gequält wurde.

Jetzt, ein paar Monate später, spazierte ich abermals durch die Gärten der Tuileries, über die Champs-Élyéees und geradewegs, natürlich in den Disneyladen hinein. Allein. In meinem Kopf ratterte es ununterbrochen. Die Monate zwischen den beiden Besuchen kamen mir unwirklich und verschwommen vor. Soviel war passiert. Soviel hatte sich verändert. War ich endlich angekommen und glücklich?

Die traurige Realität: Nein. Und wie auch? Was wäre jeder einzelne Tag, wenn wir keine Ziele mehr hätten? Nichts mehr hätten, wonach wir streben könnten? Es keine Sterne mehr am Himmel geben würde, nach denen wir greifen wollen? Nach denen wir uns so sehr sehnen?

An die Tage zwischen Paris und heute habe ich abermals nur verschwommene Erinnerungen. Sieben lausige Tage, die meine Welt auf den Kopf gestellt haben. Sieben Tage, in denen Sterne am Himmel verglüht sind. Auf immer unerreichbar bleiben. Sternschnuppen mit fadem Beigeschmack. Sternschnuppen, denen ich es nicht zutraue, irgendjemand auf der Welt auch nur den kleinsten Wunsch erfüllt zu haben.

Und nun? Warten. Warten, bis der Sternschnuppenregen sich wieder legt. Die Sterne, nach denen es sich zu greifen lohnt, wieder hell am Himmel strahlen. Jetzt nur genau aufpassen. Keine übersehen. Die hellsten herauspicken.

Und dann, wenn ich ganz fest daran glaube, bin ich beim nächsten Termin in Paris vielleicht ein klitzekleines Stück glücklicher. Habe ein paar mehr Sterne halten können. Sterne, die nicht vorhaben, einfach wieder zu verglühen…

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Die Dankesrede

Sollte ich einmal in den Genuss kommen, einen Preis verliehen zu bekommen, wäre das einer mit dem schmeichelhaften Namen „Miss Complicated“, „Dramaqueen“ oder „Madame Heulsuse“. Sehr wohl. Ich übertreibe nicht. Auch wenn ich sehr wohl zu Übertreibungen neige.

Mein Leben ist ein einziges Drama. Ich stehe jeden Tag vor den schlimmsten Entscheidungen. Werde jeden Tag ungerecht behandelt. Werde jeden Tag verletzt. So ist das. Glaubt man meinen Übertreibungen.

Müsste ich mich selbst mit mir unterhalten, würde ich mich zu oft unerträglich finden. Mein großes Glück: Es gibt Menschen in meinem Leben, die jeden Tag aufs Neue tapfer zu hören. Tapfer trösten. Tapfer aufmuntern. Tapfer unterstützen. Mir tapfer das Leben leichter machen.

Jeder einzelne von ihnen hätte eine Dankeskarte im Dauerabo verdient. Mindestens einmal pro Woche eine Blumenstrauß dazu. Mindestens einmal pro Monat eine verheulte Umarmung: „Was würde ich nur ohne dich machen?!“

Doch anstatt zu geben, nehme ich immer nur. Nehme ich eure Geduld, eure klugen Ratschläge, euren Einsatz für mich.

Es ist Zeit ein großes DANKE an euch in die Welt hinauszuschreien. Es festzuhalten, für alle lesbar. Ein Danke, dass euch vielleicht wenigstens etwas ermutigt, die Geduld mit mir nicht zu verlieren.

Danke, an die mir liebste Brünette in blonder Tarnung, die für mich pöbelt, wann immer ich es brauche. Die mich Erdbeerfee nennt. Die mit einem einzelnen Blick tief in mich hineinsehen und meine Seele berühren kann.

Danke, an den allseits bekannten Freund, der mit mir flirtet, wenn ich gerade Bestätigung brauche. Der es wirklich jedes Mal schafft meine Hyroglyphen zu entziffern, wenn ich mal wieder heulend an ihn schreibe. Der mich in den Arm nimmt, genau dann, wenn ich es brauche. Und der mit mir mal eben nach Paris fährt, damit ich ein Picknick an der Seine bekomme,

Danke, an meinen Lieblings-Ex-Kollegen, der mit mir jeden Morgen Kaffee trinken geht. Der sich den ganzen Tag mein Gezicke anhört und auf die Männer flucht, gerade dann, wenn ich es am meisten brauche.

Danke an meine liebe Freundin, die für mich Plätzchen backt uns sich meine Probleme anhört, obwohl es mir viel zu oft besser geht als ihr.

Danke an meinen Dad, der wirklich immer spürt, wenn ich ihn  gerade noch ein Stückchen mehr brauche, als ich es sonst schon immer tu.

Danke, an den Menschen, der sich für mich eingesetzt hat, an mich geglaubt hat und es vielleicht auch immer noch tut. Dem ich es aber leider nicht mehr sagen kann.

Und danke, an den Mann an meiner Seite, der verrückt genug ist, uns nicht aufzugeben. Der mich regelmäßig auf Wolke 7 spazieren gehen lässt. Der es vielleicht tatsächlich eines Tages schafft, aus mir einen entspannteren Menschen zu machen…

Eins ist sicher: Ausnahmsweise, neige ich gerade einmal nicht zu Übertreibungen…

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Der DLDwomen 2010 endete mit einer ganz simplen Frage: Was bringt dich dazu, jeden Morgen aufzustehen? Eine simple Frage, die alles andere als leicht zu beantworten ist, oder?

Ist es der Job? Die Pflicht, jeden Tag aus dem Bett zu kriechen um Geld zu verdienen? Oder ist es der Wunsch, andere Menschen glücklich zu machen? Eine gute Tat pro Tag – Pfadfinderehrenwort. Oder ist es vielleicht einfach der Wunsch, nichts im leben zu verpassen? Jede Sekunde unserer vergänglichen Zeit auf der Erde auszukosten?

Was bringt usn dazu auch in den Zeiten aufzustehen, in denen wir am liebsten nie wieder unter der Bettdecke hervorkommen wollen? In denen uns jegliche Kraft fehlt, auch nur einem anderen Menschen zu begegnen?

Für mich lohnt sich jeder Tag, der mich einmal zum Lächeln bringen konnte. Zu einem wahren Lächeln, das von innen kommt. Kein aufgesetztes Happy-american-familiy-smile. Und noch mehr lohnt es sich aufzustehen, wenn ich es selbst schaffe, solch ein Lächeln ins Gesicht und vor allem in die Augen eines anderen Menschen zu zaubern. Sei es ein Familienmitglied, der Partner, ein Kollege oder die fremde Frau auf der Straße. Was kann schon kostbarer sein, als zu einem ehrlichen Lächeln zu verzaubern?

Als junges Mädchen gewöhnte ich mir an, mir jeden Tag ein bestimmtes Ding oder Ereignis auszusuchen, auf das ich mich an diesem Tag besonders freue. Das konnte der Geburtstag einer Freundin sein, die Aussicht darauf, besonders früh Schluss zu haben oder auch einfach nur ein neues Haargummi, das ich meinen Freundinnen stolz zeigen wollte. Habe ich heute die Hoffnung auf ein Lächeln aufgegeben, hilft mir spätestens diese Methode immer noch aufzustehen. Und sei es nur die Aussicht darauf, einen bestimmten Song den ganzen Tag in Dauerschleife hören zu können. Oder natürlich das allmorgendliche Frühstücksbuffet mit einem lieben Freund, das mir selbst durch die schlimmsten Zeiten geholfen hat.

Und ihr? Was bringt euch dazu, jeden Morgen aufzustehen?

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Es ist toll Frau zu sein. Wir sind wunderschön. Intelligent. Dürfen hunderte von Schuhen und Handtaschen besitzen, ohne schief angeguckt zu werden. Dürfen heulend vor dem Fernseher sitzen. Können mit einem süßen Augenaufschlag jeden Fehler wieder gut machen. Wir dürfen zickig sein. Wir dürfen James Blunt hören ohne uns schämen zu müssen. Können unmögliches Verhalten auf die Hormone schieben. Und wir schaffen es immer wieder zu überraschen: Uns und die anderen!

Es ist toll Frau zu sein. Mit allem was dazu gehört. Ladies Nights. Liebeskummer. Überzogener Kreditkarte. Rosa Trinkschokolade. Heulkrampf am Telefon. Dem Traum von der perfekten Hochzeitstorte.

Gib dich nicht mit weniger zufrieden. Hol dir die Sterne vom Himmel. Sei eine Sternenfängerin.

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