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Archive for September 2010

Willkommen im Leben

Meine liebste Clara, heute hast du das Licht dieser Welt erblickt. Nicht ganz freiwillig wohlgemerkt, dafür aber gesund und ohne große Qualen.

Dass du einen kleinen Dickkopf hast, hast du bereits jetzt schon allen bewiesen. Gut so. Gestalte dir deine kleine Welt so, wie sie dir am besten gefällt. Ich würde auch nicht wochenlang kopfüber im Bauch herumgetragen werden wollen.

Deine Eltern haben schon mit dir geschimpft, als sie dir noch nicht einmal in dein kleines Gesicht schauen konnten. Wollten, dass du endlich einen Purzelbaum schlägst. Jetzt schlagen sie selber welche. Vor Freude. Weil du, kleiner Engel, so putzmunter in ihr Leben getreten bist.

Du musst wissen, dass die beiden zwei wunderbare Menschen sind. Es ist Zeit für einen Freudenschrei kleine Clara, denn du bist ein Wunschkind! Hast eine Mama und einen Papa, die dich über alles lieben. Es von der ersten Sekunde an getan haben, als sie erfahren haben, dass du auf dem Weg in ihr Leben bist.

Du wirst schnell herausfinden, mit welchem Blick du die zwei um den kleinen Finger wickeln kannst. Wie du kleine, salzige Tränen über deine Wange laufen lassen kannst und sie einfach nicht anders können werden, als dir jeden Wunsch zu erfüllen.

Tanzen sie dann doch einmal nicht nach deiner Pfeife, hey Clara, dann komm bei mir vorbei. Dann können wir Eis essen, bis wir platzen. Den ganzen Tag in unseren rosafarbenen Schlafanzügen herumlaufen. Über Jungs schimpfen. Uns die Nägel gegenseitig lackieren. Für dich shoppen, bis mein Konto glüht. Alles was du willst Prinzessin. Versprochen.

Willkommen im Leben kleine Clara. Und willkommen in einer Familie, die so unendlich dankbar ist, dass du jetzt zu uns gehören willst.

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Sternschnuppenregen

Seit nun schon wieder einem Monat sind Stars und Sternchen fester Bestandteil meines Lebens. Ich habe nach den Sternen gegriffen und bin in der Welt der Promis gelandet. Zumindest am Schreibtisch. Und manchmal auch ganz nah dran. Wie letzte Woche. Ein beruflicher Termin führte mich in die Stadt zurück, die auf diesem Blog zu den größten Diskussionen geführt hatte: Paris.

In die Stadt der Liebe, in der ich vor gerade einmal 5 Monaten mit meinem besten Freund war. Als ich die Magie der Stadt aufsaugte, mich mit Champagner verwöhnen ließ und doch die ganze Zeit von Liebeskummer gequält wurde.

Jetzt, ein paar Monate später, spazierte ich abermals durch die Gärten der Tuileries, über die Champs-Élyéees und geradewegs, natürlich in den Disneyladen hinein. Allein. In meinem Kopf ratterte es ununterbrochen. Die Monate zwischen den beiden Besuchen kamen mir unwirklich und verschwommen vor. Soviel war passiert. Soviel hatte sich verändert. War ich endlich angekommen und glücklich?

Die traurige Realität: Nein. Und wie auch? Was wäre jeder einzelne Tag, wenn wir keine Ziele mehr hätten? Nichts mehr hätten, wonach wir streben könnten? Es keine Sterne mehr am Himmel geben würde, nach denen wir greifen wollen? Nach denen wir uns so sehr sehnen?

An die Tage zwischen Paris und heute habe ich abermals nur verschwommene Erinnerungen. Sieben lausige Tage, die meine Welt auf den Kopf gestellt haben. Sieben Tage, in denen Sterne am Himmel verglüht sind. Auf immer unerreichbar bleiben. Sternschnuppen mit fadem Beigeschmack. Sternschnuppen, denen ich es nicht zutraue, irgendjemand auf der Welt auch nur den kleinsten Wunsch erfüllt zu haben.

Und nun? Warten. Warten, bis der Sternschnuppenregen sich wieder legt. Die Sterne, nach denen es sich zu greifen lohnt, wieder hell am Himmel strahlen. Jetzt nur genau aufpassen. Keine übersehen. Die hellsten herauspicken.

Und dann, wenn ich ganz fest daran glaube, bin ich beim nächsten Termin in Paris vielleicht ein klitzekleines Stück glücklicher. Habe ein paar mehr Sterne halten können. Sterne, die nicht vorhaben, einfach wieder zu verglühen…

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