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Archive for Juni 2010

Unsere Eltern, ältere Brüder oder Schwestern, beste Freundinnen oder Freunde tun ihr bestes um es zu verhindern, aber es scheint kein Weg daran vorbeizuführen: Mindestens einmal pro Leben wird uns das Herz gebrochen.

Wir durchweinen Nächte, ertränken uns in Alkohol, baden in Selbstzweifeln und schaffen es langsam, Millimeter für Millimeter, manchmal sogar Dezimeter große Stücke weit, uns wieder aufzurappeln. Sogar wieder Vertrauen zu fassen. Wenn wir Glück haben, ein größeres Glück zu finden, als wir es je zuvor geglaubt gefunden zu haben.

Doch was zurück bleibt, egal wie glücklich wir nun sein mögen, ist diese eine Stelle an unserem Herzen, die sich dunkel verfärbt zu haben scheint und die einfach nicht wieder munter und fröhlich durchblutet werden will. Die sich aus dem Leben und vor allem aus Gefühlen raushalten will. Die uns immer wieder sagt: Mir wurde weh getan.

Was tun, damit auch sie heilen kann? Gibt es eine Anleitung dafür, gebrochene Herzen wieder herzustellen? Zu kitten? In eine Reha zu schicken? Welche Therapie wirkt am besten?

Da begegnen sich zwei Freunde, ein Mann und eine Frau, die beide auf ihre ganze eigene Art und Weise verletzt wurden. Die Frau meint, sie würde sich am liebsten für die Ungerechtigkeit, die ihr widerfahren ist, rächen, einen richtig fiesen Racheplan aushecken. Und der Mann? Er steht einfach nur verständnislos da. Schaut seine gute Freundin zweifelnd an und fragt: Warum rächen? Was bringt dir das? Mir reicht es zu hassen.

Also wie verhält man sich nun richtig? Stillschweigend akzeptieren, dass man verletzt wurde, womöglich sogar hintergangen wurde? Oder doch den Schmerz an der Person auslassen, die einem ein Stück wertvollen Boden unter den Füßen weggezogen hat? Und vor allem: Hat man das Recht sich einzumischen in ungerechte Geschehen? Sagt man einer Person, mit der man gut bekannt oder befreundet ist, dass sie hintergangen wurde oder hintergangen wird? Gibt es einen Knigge für gebrochene Herzen?

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Der DLDwomen 2010 endete mit einer ganz simplen Frage: Was bringt dich dazu, jeden Morgen aufzustehen? Eine simple Frage, die alles andere als leicht zu beantworten ist, oder?

Ist es der Job? Die Pflicht, jeden Tag aus dem Bett zu kriechen um Geld zu verdienen? Oder ist es der Wunsch, andere Menschen glücklich zu machen? Eine gute Tat pro Tag – Pfadfinderehrenwort. Oder ist es vielleicht einfach der Wunsch, nichts im leben zu verpassen? Jede Sekunde unserer vergänglichen Zeit auf der Erde auszukosten?

Was bringt usn dazu auch in den Zeiten aufzustehen, in denen wir am liebsten nie wieder unter der Bettdecke hervorkommen wollen? In denen uns jegliche Kraft fehlt, auch nur einem anderen Menschen zu begegnen?

Für mich lohnt sich jeder Tag, der mich einmal zum Lächeln bringen konnte. Zu einem wahren Lächeln, das von innen kommt. Kein aufgesetztes Happy-american-familiy-smile. Und noch mehr lohnt es sich aufzustehen, wenn ich es selbst schaffe, solch ein Lächeln ins Gesicht und vor allem in die Augen eines anderen Menschen zu zaubern. Sei es ein Familienmitglied, der Partner, ein Kollege oder die fremde Frau auf der Straße. Was kann schon kostbarer sein, als zu einem ehrlichen Lächeln zu verzaubern?

Als junges Mädchen gewöhnte ich mir an, mir jeden Tag ein bestimmtes Ding oder Ereignis auszusuchen, auf das ich mich an diesem Tag besonders freue. Das konnte der Geburtstag einer Freundin sein, die Aussicht darauf, besonders früh Schluss zu haben oder auch einfach nur ein neues Haargummi, das ich meinen Freundinnen stolz zeigen wollte. Habe ich heute die Hoffnung auf ein Lächeln aufgegeben, hilft mir spätestens diese Methode immer noch aufzustehen. Und sei es nur die Aussicht darauf, einen bestimmten Song den ganzen Tag in Dauerschleife hören zu können. Oder natürlich das allmorgendliche Frühstücksbuffet mit einem lieben Freund, das mir selbst durch die schlimmsten Zeiten geholfen hat.

Und ihr? Was bringt euch dazu, jeden Morgen aufzustehen?

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